DGP-Fachtagung

6. DGP Fachtagung, 17. März 2017, Universität Witten/Herdecke

Die 6. DGP-Fachtagung der Sektion Pflege des kritisch kranken Menschen der DGP am 17.03.2017 hatte das Ziel, die Intensivpflege in Deutschland sichtbar zu machen und einen kritischen Austausch zu erzielen. Namhafte ReferentInnen vermittelten den ungefähr 150 Teilnehmenden einen Überblick über die vielfältigen Herausforderungen, denen sich sowohl die Praxis der Intensivpflege, aber auch die akademische Pflege ausgesetzt sehen.

Das Themenspektrum der Fachvorträge umfasste sowohl die Perspektive der betroffenen kritisch kranken Menschen und ihrer Angehörigen, sowie der sie zu versorgenden Intensivpflegekräfte. Die Teilnehmenden konnten beispielsweise zu Themen, wie der Bedeutung der posttraumatischen Belastungsstörung von Intensivpflegepatienten oder der brisanten Problematik von Tötungsdelikten in der Pflege, hoch interessante und spannende Vorträge verfolgen. Der Nachmittag war zwei Symposien gewidmet. Die Teilnehmenden konnten Fragen der Kommunikation mit beatmeten Patienten und der Situation von intensivpflichtigen Kindern und ihren Familien, vor dem Hintergrund ihrer eigenen beruflichen Erfahrungen, kritisch reflektieren. Das zweite Symposium widmete sich der Thematik der Arbeitsbedingungen und Personalressourcen, mit exklusivem Einblick in die neuesten Zahlen zur Intensivpflege in Deutschland. Mit der Vorstellung des AACN-Synergiemodells erfuhren die Teilnehmenden, wie es möglich ist, Bedarfe intensivpflegebedürftiger Patienten und ihrer Angehörigen pflegetheoriegeleitet und -begründet zu formulieren und ihnen kompetenzorientiert zu begegnen. Im gemeinsamen Abschluss der Tagung wurde deutlich, dass sich die Entwicklung der Intensivpflege in Spannungsfeldern vollzieht, die es gilt professionell zu gestalten.

Gruppenbild Fachtagung Sektion

Abb.: 6. Fachtagung der DGP, Sektion Pflege des kritisch kranken Menschen (v.l.n.r.): Martina Gießen-Scheidel (MSc), Claudia Bredthauer (MSc) , mit Frau Prof. C. Bienstein, Anja Claus (Dipl. Pflegewirtin), Stefanie Monke (MScN), Dr. Irmela Gnass (MScN) (Fotoquelle R. Rosenberg (MScN))

Abschließend bleibt festzuhalten, dass die 6. Fachtagung der DGP mit ihren Inhalten in hohem Maße dazu beitrug, das Ziel dieser Veranstaltung „Pflege intensiv kritisch denken und sichtbar machen“ zu erreichen.

Stefanie Monke (MScN), für die Sektion Pflege des kritisch kranken Menschen,
Köln 31.03.2017

Zum Programmflyer

Hier finden Sie die Beiträge der Referentinnen/Referenten

Das AACN-Synergiemodell – Eine Perspektive für das Pflegemanagement in der Intensivpflege

Für die Sektion Pflege des Kritisch Kranken Menschen: Anja Claus, Ev. Klinikum Niederrhein, Duisburg; Claudia Bredthauer, Medizinische Hochschule Hannover; Stefanie Monke, Karl Borromäus Schule für Gesundheitsberufe gGmbH, Bonn

Entwicklung und Vision der Intensivpflege

Martina Bauer, Klinikum Lünen, St.-Marien-Hospital

Personalressourcen und Arbeitsbedingungen in der Intensivpflege

Michael Isfort, Deutsches Institut für angewandte Pflegeforschung e.V., Köln

Die Kommunikation mit erwachsenen, beatmeten Intensivpatienten

Christina Weber, Krankenhaus Düren gem. GmbH

Professionalisierung der Intensivpflege – Handeln in Spannungsfeldern

Heiner Friesacher, Freier Hochschuldozent, Autor, Herausgeber

Anwendung von Augmented Reality – Technologie in der ambulanten Intensivpflege – ein Werkstattbericht

Heinrich Recken, Hamburger Fernhochschule

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Vergangene DGP-Fachtagungen

5. DGP Fachtagung, 04. März 2016 in Münster am Fachbereich Gesundheit der Fachhochschule

Aktuelle Entwicklungen der Pflege in historischer Perspektive

Die Entwicklung der modernen Pflege lässt sich inzwischen in einem Zeitraum von 200 Jahren aufzeigen. Aus diesem Kontext heraus schlagen wir vier aktuelle pflegehistorische Forschungsthemen vor:

  • Die Entwicklung der Pflegewissenschaft
  • Häusliche Pflege
  • Palliative Care
  • Pflegedokumentation

Neben der historischen Perspektive wird gleichzeitig eine aktuelle Perspektive auf das Themenfeld eröffnet, um sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede der jeweiligen Themen im Wandel der Zeit sichtbar werden zu lassen und die Notwendigkeit eines historischen Blickwinkels zu verdeutlichen.

Daneben soll im Rahmen des 5. DGP-Fachtages einem breiteren Publikum die Möglichkeit gegeben werden, einen Einblick in die Sektionsarbeit zu bekommen. Die Sektion „Historische Pflegeforschung“ hat es sich dabei zum Ziel gesetzt, die pflegehistorische Forschung in Deutschland zu fördern und zu etablieren. Neben der Sicherung historischer Quellen bemüht sie sich um einen (inter)nationalen und interdisziplinären Austausch. Mithilfe von Positionspapieren will sie auf den Stellenwert der Pflegegeschichte in Forschung und Lehre aufmerksam machen.

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Die Zukunft der Pflegeversorgung mit akademisierten Pflegenden
Fazit der Fachtagung vom 5. November

Die Akademisierung schreitet voran und hält langsam Einzug in den klinischen Pflegealltag. Unter dem Titel „Die Zukunft der Gesundheitsversorgung – der Beitrag akademisierter Pflegender“ fand die Fachtagung der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft und der Dekanekonferenz Pflegewissenschaft statt, die Vertreter/innen der Gesundheitspolitik, der Hochschulen sowie von Trägern und Einrichtungen der Versorgungspraxis zusammenführte.

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4. DGP-Fachtagung – “Methodische Herausforderungen an Pflegeforschung”

06.03.2015 Katholische Hochschule Mainz

Vorbereitet von der DGP-Sektion „Forschungsmethoden“, soll die Debatte um die methodologische Begründung und methodische Weiterentwicklung von Forschungsmethoden in der Pflegewissenschaft mit dieser 4. Fachtagung der Deutschen Gesellschaft für Pflegeforschung vorangetrieben werden.

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3. DGP-Fachtagung – “Pflegebildung auf dem Prüfstand”

07.03.2014 Medical School Hamburg

Die Fachtagung wurde inhaltlich von der DGP Sektion Bildung vorbereitet und durchgeführt.

Die Pflegebildung befindet sich in einem fortwährenden Entwicklungsprozess, der sich sowohl auf die wissenschaftliche Konturierung der Disziplin Pflegedidaktik (1), auf Strukturen (2) sowie auf Handlungsfelder (3) bezieht.

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2. DGP-Fachtagung – “Pflegewissenschaftliche Ausseinandersetzung mit Disseminations- und Implementierungsprozessen”

22.02.2013 Katholische Hochschule Mainz

Die Fachtagung wurde inhaltlich von der DGP-Sektion Dissemmination und Implementierung vorbereitet und durchgeführt.

Sowohl Dissemination als auch Implementierung sind bestimmt durch den Austausch zwischen Wissenschaft, Praxis, Politik und Gesellschaft. Damit unterliegen sie diversen Einflussfaktoren. Dies bedingt ihre Komplexität und die damit verbundenen Herausforderungen.

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1. DGP Fachtag

24.02.2012 Universität Osnabrück

Die Fachtagung wurde inhaltlich von der DGP-Sektion „Entwicklung und Folgen von Technik und Informatik in der Pflege“ vorbereitet.

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