2007

Arbeitseinkommen in den Gesundheits- und Krankenpflegeberufen in Deutschl…

12. Jahrgang
(4) – November 2007
Seite 289-384
ISSN 1430-9653

Arbeitseinkommen in den Gesundheits- und Krankenpflegeberufen in Deutschland 1998-2003

Thiele, G.
Bellmann, L. (Seite 360-379)

Zusammenfassung:

In der Studie wird die Einkommensentwicklung der Gesundheits- und KrankenpflegerInnen sowie der Helferinnen in der Krankenpflege in Deutschland für die Jahre 1998 und 2003 betrachtet. Datengrundlage für die empirische Studie bildet das Beschäftigtenpanel der Bundesagentur für Arbeit, dass sowohl individuelle als auch betriebliche Merkmale enthält. Die wesentlichen Ergebnisse der Studie lassen sich wie folgt zusammenfassen: Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und Gesundheits- und Krankenpfleger erzielen ihr höchs­tes sozialversicherungspflichtiges Bruttoentgelt in West- wie in Ostdeutschland in den Hochschulkliniken wie in den Krankenhäusern, das niedrigste in den ambulanten sozialen Diensten. Am besten werden Gesundheits- und Krankenpflegerinnen in Westdeutschland im Alter von 41 bis 50 Jahren, am schlechtesten solche im Alter bis 21 Jahren in Ostdeutschland entlohnt. In kleinen Pflegeeinrichtungen lag das Bruttoentgelt bei 1.460 Euro monatlich. Berücksichtigt man bei diesem Vergleich der Bruttoentgelte zwischen West und Ost noch die BAT-Angleichung so liegt die Spanne zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Bruttoentgelt etwa bei ca. 1.300 Euro monatlich. Die Einkommensunterschiede bzw. die Lohndifferentiale in Bezug auf die betrachteten Einrichtungen, dem Alter sowie die Betriebsgröße haben sich von 1998 auf 2003 sowohl in West- wie in Ostdeutschland vergrößert.

Abstract:

This study analyses earnings in the nursing occupations in Germany in the years 1998 – 2003. The database used for this empirical study is the Employment Panel of the Federal Employment Services, which contains variables both at the individual and the establishment level. The most important results can be summarized as follows: male and female nurses receive the highest gross earnings both in Western and Eastern Germany in hospitals, whereas the lowest gross earnings are paid to workers in mobile social services. Female nurses in the age between 41 and 50 years receive the highest earnings in Western Germany, whereas the lowest are given to those in the age under 22 years in Eastern Germany. In smaller nursing institutions, the average gross earnings was 1460 EURO per month. Furthermore, a comparison between Western and Eastern Germany, which considers the adjustment in the tariffs between the two regions, shows that the spread between the lowest and the highest earnings is approximately 1300 EURO. With respect to occupation, size of institution and age, earnings differentials increased between the years 1998 and 2003 both in Western and Eastern Germany.

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Auswirkungen von Vergütungsregelungen in der häuslichen Pflege. Ein Modelpro…

12. Jahrgang
(4) – November 2007
Seite 289-384
ISSN 1430-9653

Auswirkungen von Vergütungsregelungen in der häuslichen Pflege. Ein Modelprojekt zur Einführung personenbezogener Budgets

Büscher, A.
Budroni, H.
Hartenstein, A.
Holle, B.
Vosseler, B. (Seite 343-359)

Zusammenfassung:

In einer qualitativen Studie wurden die Auswirkungen eines sachleistungsbasierten Pflegebudgets auf das Pflegegeschehen in der ambulanten Pflege untersucht. Dabei wurden 33 Interviews mit insgesamt 11 Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen sowie Pflegefachkräften und Pflegedienstleitungen aus sieben Pflegediensten geführt. Aus Sicht der Teilnehmer/innen bestanden die positiven Auswirkungen in der Möglichkeit, besser auf sich verändernde Notwendigkeiten und Bedürfnisse eingehen zu können. Das Budget scheint insbesondere für allein lebende, ältere Menschen, an Demenz Erkrankte sowie schwerst mehrfach Erkrankte sinnvoll zu sein. Pflegefachkräfte und Pflegedienstleitungen betonen notwendige Veränderungen, die ein Budgetansatz mit sich bringt. Als erweiterte Kernleistungen in der ambulanten Pflege konnten in dem Projekt die Bereiche: Aushandlungsprozesse gestalten, kontinuierliche Situationsevaluation, Alltag organisieren, soziale Kontaktperson sein, Ressourcen fördern sowie Sicherheit vermitteln identifiziert werden. Die Ergebnisse dieses Projekts zeigen, dass die Stundenvergütung einen Beitrag zur Legalisierung einer bestehenden Realität leistet und deshalb als Regeloption neben der Leistungskomplexvergütung in der Pflegeversicherung eingeführt werden sollte.

Abstract:

The impact of a revised reimbursement scheme for home care services was investigated by using a qualitative design. 7 nursing care services and 11 care dependant elderly people participated in this study with whom 33 interviews were conducted. From the elderly people’s perspective the option to take into account changing needs was considered to be a positive impact. The budget seemed to be particularly useful for elderly people living alone, people suffering from dementia and people suffering from multiple serious diseases. Nurses and nursing managers stress the changes that would go along with the introduction of a budget based reimbursement system and that would need an expanded time frame for implementation. An expansion of the scope of nursing practice in home care was identified. It was actualised by the following nursing interventions: performing negotiation processes, continuous evaluation, organising everyday life, being social contact person, promotion of resources, and providing security. The study concludes that a time based reimbursement system in home care should be introduced in addition and not as a substitute to the existing reimbursement scheme.

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Edukation in der pädiatrischen Onkologie – anfällig für Ungleichheit?

12. Jahrgang
(4) – November 2007
Seite 289-384
ISSN 1430-9653

Edukation in der pädiatrischen Onkologie – anfällig für Ungleichheit?

Tiesmeyer, K. (Seite 330-342)

Zusammenfassung:

Mit dem vorliegenden Beitrag wird der Zusammenhang zwischen sozialer Ungleichheit und Edukation in der pädiatrischen Onkologie thematisiert. Anhand von vier Thesen wird das Thema mit Blick auf die Lebenssituation von Kindern, die Versorgungsstrukturen und -prozesse sowie Kinder als Nutzer gesundheitlicher Versorgung diskutiert. Am Ende wird daraus die Antwort abgeleitet, ob und inwiefern die Edukation in der pädiatrischen Onkologie für soziale Ungleichheit in besonderer Weise anfällig ist.

Abstract:

This paper addresses the relation between social inequalities and education in paediatric oncology. The subject will be discussed based on four theses referring to the life situation of children, health care structures and processes and the role of children as users of health care services. The conclusion provides an answer to the question, whether and in what way education in pediatric oncology is susceptible to inequality.

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Freundin, Expertin oder Dienstmädchen – zu den Auswirkungen sozialer …

12. Jahrgang
(4) – November 2007
Seite 289-384
ISSN 1430-9653

Freundin, Expertin oder Dienstmädchen – zu den Auswirkungen sozialer Ungleichheit auf die Funktion professioneller Pflegekräfte in häuslichen Pflegearrangements

Heusinger, J. (Seite 318-329)

Zusammenfassung:

Verglichen mit einem Leben im Pflegeheim scheint die häusliche Pflege ein besserer Garant für ein selbstbestimmtes Leben zu sein. Tatsächlich ist aber nicht bekannt, inwieweit Pflegebedürftige in die sie betreffenden Entscheidungen über die Ausgestaltung ihres häuslichen Pflegearrangements einbezogen werden. Mit leitfadengestützten Interviews mit 27 Pflegebedürftigen, ihren häuslichen und – wenn beteiligt – professionellen Pflegepersonen wird untersucht, wie typische Einstellungen und Ausstattungen mit ökonomischem, kulturellem und sozialem Kapital in verschiedenen sozialen Milieus Selbstbestimmung und Pflegeorganisation beeinflussen. Die Ergebnisse zeigen milieuspezifische Stärken und Schwächen sowie die Bedeutung der Integration in ein soziales Netzwerk, die bei der Entwicklung von Maßnahmen zur Stabilisierung der häuslichen Versorgung berücksichtigt werden sollten. Professionell Pflegende können die Selbstbestimmung Pflegebedürftiger unterstützen, wenn sie die verschiedenen und spezifischen Bedürfnisse beachten.

Abstract:

Compared to moving into an nursing home, domestic care seems to be a better guarantee for a self determined life for old people in need of care. But in fact it is not clear, whether receivers of care really are involved in the decisions concerning their domestic care arrangement. Focused interviews of 27 people receiving care, as well as their domestic carers and, where applicable, professional nursing staff were used to investigate how the specific attitudes and resources of economic, social and cultural capital in the different social milieus influence self-determination and organisation of domestic care. The results show milieu-specific strengths and weaknesses as well as the importance of the integration into a helpful social network which should be taken into account when considering measures to stabilize domestic care. Professional nursing staff can strengthen the position of people receiving care by realizing the different and specific needs.

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Soziale Ungleichheit und Pflege. Konzeptionelle Zugänge

12. Jahrgang
(4) – November 2007
Seite 289-384
ISSN 1430-9653

Soziale Ungleichheit und Pflege. Konzeptionelle Zugänge

Bauer, U.
Büscher, A. (Seite 304-317)

Zusammenfassung:

Die Diskussion über soziale Ungleichheiten im Zugang zu Versorgungsleistungen hat ihren Schwerpunkt im angloamerikanischen Sprachraum. Heute ist indes ersichtlich, dass es sich längst nicht nur um eine angloamerikanische Problemstellung handelt. Das Problem Versorgungsungleichheit stellt sich international und spielt in allen entwickelten Gesundheitssystemen eine zunehmend bedeutsame Rolle. Das deutsche Gesundheitswesen, das egalitäre Teilhabechancen immer besonders hervorgehoben hat, macht hier genau so wenig eine Ausnahme wie der spezielle Fokus auf Ungleichheiten in der pflegerischen Versorgung. Das Geschehen im “Feld der Pflege” weist – wie im Folgenden argumentiert wird – ein hohes Potenzial gerade dafür auf, dass Ressourcenunterschiede eine bedeutsame Rolle spielen: für die Ausgestaltung von Pflegearrangements, für die Qualität der erbrachten Pflegeleistungen sowie für die Funktion der pflegerischen Versorgung bei der Produktion und Reproduktion sozial bedingter gesundheitlicher Ungleichheiten.

Abstract:

The discussion about social inequalities in access to health care was mainly lead in the English speaking world. However, we know that the problem of social inequalities is not limited to the UK or the United States exclusively. The problem of inequalities in health care is an international one that plays an increasingly important role in health care systems of the developed countries in general and Germany in particular where equity in access to health care was always stressed. But it is also true for the particular focus on inequalities in nursing care delivery. It will be argued in the following paper that actions in the field of nursing imply a high potential for the important role of resource differences between different people, in particular for the shape of home care arrangements, the quality of nursing care services, and for the role and function of nursing in the production and reproduction of socially related health inequalities.

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Gesundheitspolitik als Einflussfaktor auf soziale und gesundheitliche Ungleichheit

12. Jahrgang
(4) – November 2007
Seite 289-384
ISSN 1430-9653

Gesundheitspolitik als Einflussfaktor auf soziale und gesundheitliche Ungleichheit

Gerlinger, T. (Seite 293-303)

Zusammenfassung:

Die Entwicklung der Gesundheitspolitik hat in den letzten Jahren die soziale Ungleichheit von Zugangschancen zur gesundheitlichen Versorgung deutlich verstärkt. Zum einen erhöht die Privatisierung von Kosten bei den Patienten die Hürde zur Inanspruchnahme von Leistungen. Zum anderen schafft die Budgetierung von Ausgaben in der Gesetzlichen Krankenversicherung für Ärzte einen Anreiz, Patienten Leistungen vorzuenthalten und Privatpatienten den Kassenpatienten vorzuziehen. In der Pflegeversicherung führt die Nichtanpassung der Leistungen seit 1995 dazu, dass die zu einem erheblichen Kaufkraftverlust. Dies erhöht insbesondere die finanziellen Belastungen für Haushalte mit niedrigem Einkommen. Die vorliegenden Daten geben jedoch keine verlässliche Auskunft darüber, ob und in welchem Ausmaß die skizzierten gesundheitspolitischen Entwicklungstrends den sozialen Gradienten in der gesundheitlichen Ungleichheit verstärken oder verstärkt haben. In Bezug auf diese Fragen besteht ein erheblicher Forschungsbedarf sowohl in der Krankenversorgung als auch in der Pflege.

Abstract:

In recent years, health policy considerably increased social inequality of access to medical care. On the one hand, the privatisation of treatment costs is heightening barriers to the demand for medical care. On the other hand, implementing budgets in the social health insurance is creating strong incentives for physicians to refuse medical care and to preferably treat private patients. In the long-term care insurance the financial burdens for low-income households increased because cash benefits have not been raised since 1995. Nevertheless, there is no data available, whether or not these changes lead to an increase of the social gradient related to inequality in health. This has to be subject to further research.

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Kultursensible Pflege in ambulanten Pflegediensten

12. Jahrgang
(3) – August 2007
Seite 193-288
ISSN 1430-9653

Kultursensible Pflege in ambulanten Pflegediensten

Kolleck, B. (Seite 263-275)

Zusammenfassung:

Die Studie basiert auf Befragungen über den Einsatz kultursensible Pflege in 76 Berliner Sozialstationen und gibt Auskunft über Anzahlen von Einrichtungen, Patientinnen und besonders geeignete Pflegekräfte, Art und Umfang der Maßnahmen, positive und negative Erfahrungen sowie weiterführende Schritte. Besondere Qualifikationen betreffen spezielle Umgangsformen, Sprach-, Religions- und Kulturkenntnisse, Krankheitsverständnis und Umgang mit Tabus. Die Erwartungen der Patienten können größtenteils erfüllt werden. Konflikte entstehen trotzdem und werden zurückgeführt auf wechselseitiges Missverstehen, auf ethnische Vorbehalte insbesondere auf Seiten der Patienten sowie auf Zeitmangel. Die Folgen reichen von mangelhafter Compliance bis zu Versorgungsabbrüchen. Für die Zukunft zeigt sich ein erheblicher Entwicklungsbedarf, besonders bei der Kenntnisvermittlung in den Ausbildungsgängen, Übersetzungsdiensten, Dokumentation und Clearingstellen.

Abstract:

The study comprises interviews about intercultural nursing in 76 out-patient settings in Berlin. Reported are numbers of settings, patients and specially qualified nurses, type and scope of intercultural activities, positive and negative experiences and future steps. Special qualifications concern communication manners, knowledge of language, culture and religion, disease perception and respecting of taboos. By and large, the expectations of the patients could be met. Still, conflicts do arise which are concieved as resulting from mutual misunderstandings, from ethnical prejudices especially on the patient´s side and from lack of time. Consequences are ranging from lack of compliance to breaking-off the nursing contract. There is considerable need for future development in education of nurses, translating services, documentation and clearing houses.

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Systematische Übersichtsarbeiten in qualitativer Gesundheits- und Pflege…

12. Jahrgang
(3) – August 2007
Seite 193-288
ISSN 1430-9653

Systematische Übersichtsarbeiten in qualitativer Gesundheits- und Pflegeforschung – eine erste Annäherung

Hasseler, M. (Seite 249-262)

Zusammenfassung:

Systematische Reviews haben eine hohe Bedeutung für eine evidenz-basierte Gesundheits- und Pflegeversorgung. Bislang sind systematische Verfahren für das Erstellen von Übersichtsarbeiten überwiegend für quantitative Studien entwickelt worden. Im internationalen Raum finden sich einige Veröffentlichungen zum Thema systematischer Übersichtsarbeiten in qualitativer Forschung. In deutschsprachigen Publikationen spielt dieses Thema bisher kaum eine Rolle. Allerdings sind insbesondere in den Gesundheitswissenschaften und Pflegewissenschaften zahlreiche qualitative Studien durchgeführt worden. Vor diesem Hintergrund ist die Bedeutung systematischer Übersichtsarbeiten als hoch einzustufen, damit die Erkenntnisse methodisch angemessen Eingang in eine evidenz-basierte Gesundheits- und Pflegeversorgung finden können. Dieser Beitrag versucht eine erste Annäherung an das Thema. Er zeigt die Notwendigkeit, sich in Gesundheits- und Pflegeforschung grundsätzlich damit auseinander zu setzen und in weitere Diskussionen sowie Entwicklungen zu treten.

Abstract:

Systematic Reviews gain more and more importance in evidence-based-practice. So far the most developed review methods are on quantitative research. There are some publications on reviews in qualitative research in English-speaking countries. Until now, this topic is not much discussed in Germany. However, particularly in health care research and nursing research a lot of qualitative research has been carried out. Against the background of this situation systematic reviews in qualitative research are of prime importance so that the results can find its way in evidence-based-practice. This article tries to approach this topic. It shows the need for altercating it in health care research and nursing research and to discuss it and to pursue further developments.

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Pflegezeitbemessung unter Berücksichtigung der Beziehungsarbeit

12. Jahrgang
(3) – August 2007
Seite 193-288
ISSN 1430-9653

Pflegezeitbemessung unter Berücksichtigung der Beziehungsarbeit

Bartholomeyczik, S. (Seite 240-248)

Zusammenfassung:

Pflegezeitbemessungssysteme kommen bei denselben Patienten zu unterschiedlichen Ergebnisse, wobei über die Gründe dafür nur spekuliert werden kann. Einzelne gemessene Zeiten zeigen, dass Zeiten einer gleich lautenden Pflegemaßnahme stark streuen. Zeitmessungen sind vor allem am “Handwerk” Pflege orientiert, viele Arbeiten, auch die der Beziehungsgestaltung bleiben unsichtbar. Beziehungsarbeit kann aber nicht von der Pflege getrennt werden, sondern bedarf umfassender Theorie- und Forschungsarbeit.

Abstract:

Different workload measurement systems can lead to different results when used with the same group of patients. Explanations for this are mainly speculations. The same one nursing intervention shows different durations, it has a huge deviation. Measurements of time are oriented at nursing as a handicraft; a lot of tasks are invisible, among those building up a relationship. Relationship work cannot be separated from nursing. However, comprehensive work in theory building and research is needed.

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Bedarf und Chancen. Die Versorgungssituation pflegebedürftiger Menschen …

12. Jahrgang
(3) – August 2007
Seite 193-288
ISSN 1430-9653

Bedarf und Chancen. Die Versorgungssituation pflegebedürftiger Menschen im Prozess des demografischen und sozialen Wandels

Blinkert, B. (Seite 227-239)

Zusammenfassung:

Die Versorgungssituation pflegebedürftiger Menschen hängt im Wesentlichen von drei Faktoren ab: Vom ihrem Bedarf nach Versorgung, von den durch das soziale Umfeld konstituierten Risiken und Chancen und von institutionellen Regelungen. Diese Grundidee wird erläutert und durch die Ergebnisse verschiedener Untersuchungen unseres Instituts belegt. 1. Es lässt sich zeigen, dass der demografische und soziale Wandel von großer Bedeutung sowohl für Bedarf wie auch für Versorgungschancen ist. 2. Die Wahrscheinlichkeit für eine häusliche Versorgung variiert in starkem Maße mit der Zugehörigkeit zu sozialen Milieus. Sie ist am größten in den Milieus, die im Verlauf des sozialen und kulturellen Wandels zunehmend an Bedeutung verloren haben. 3. Pflegearrangements von häuslich versorgten Pflegebedürftigen lassen sich unter dem Gesichtspunkt des Zeitbeitrags verschiedener Sektoren beschreiben. Diese Zeitbeiträge variieren nicht nur mit dem Grad der Pflegebedürftigkeit, sondern auch mit Bedingungen des sozialen Umfeldes. Für die Versorgung älterer pflegebedürftiger Menschen lässt sich dabei der Trend beobachten, dass es zu einer Umkehr von sozialer Privilegierung kommt. Insgesamt kann festgestellt werden, dass unser Versorgungssystem für pflegebedürftige Menschen vor großen Herausforderungen steht, die sich nur durch grundlegende Reformen bewältigen lassen.

Abstract:

An adequate supply for people who are in need of long-term-care depends strongly upon three factors: upon the degree of need, upon risks and chances which are produced by the social environment and upon institutionalized regulations. This basic idea is explicated and supported by results of several researches of our institute. 1. It can be demonstrated that need and chances of supply are strongly influenced by the demographic and socio-cultural changes. 2. The probability for homecare varies noticeably with the membership to social milieus. This probability is highest in those milieus which have increasingly lost importance in the past social and cultural change. 3. Arrangements for homecare can be described as the time contributions of several sectors of care providers. These time contributions vary not only with the degree of need but also with conditions of the social setting. Regarding the supply for aged care needing people one can observe the trend of a reversal of social privileges. Altogether it must be realized that our system of supply for long-term-care is confronted with heavy challenges which only are manageable by fare reaching reforms.

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Die Altenpflege im Zugriff der Disziplinen. Paradoxien und Perspektiven

12. Jahrgang
(3) – August 2007
Seite 193-288
ISSN 1430-9653

Die Altenpflege im Zugriff der Disziplinen. Paradoxien und Perspektiven

Twenhöfel, R. (Seite 210-226)

Zusammenfassung:

Mangelnde Fachlichkeit und Qualitätsmängel in der Altenpflege haben vielfältige Ursachen. Die gegenwärtige, auch politisch gesteuerte Kritik an den Heimen bedenkt zu wenig, dass spätestens seit Inkraftreten der Pflegeversicherung die Kriterien für Pflegequalität maßgeblich von den medizinischen Fachdisziplinen festgelegt werden und dass, wenn überhaupt, das Heim die vermutlich effektivste und rationellste Organisationsform ist, die Einhaltung solcher Kriterien kontrollieren und ggf. erzwingen zu können. Darüber hinaus ist die Altenpflege jedoch lebensweltlich-praktischen Bedürfnissen ihrer Klienten verpflichtet. Das Spannungsfeld von fachlichen und lebensweltlichen Anforderungen führt zu Paradoxien, die (verstärkt durch die bestehenden Rahmenbedingungen) als eine wesentliche Ursache pflegerischer Mängel jede Organisationsform, Heime gleichermaßen wie Wohn- und Hausgemeinschaften, treffen können. Der Artikel erläutert diese Paradoxien und zeigt Konsequenzen und Perspektiven für die Altenpflege auf, die einerseits im festen Zugriff der Disziplinen steht, andererseits aber und ihrem Selbstverständnis nach lebensweltlich-praktischen Bedürfnissen ihrer Klienten verpflichtet ist.

Abstract:

Lacking expertise and quality defects in geriatric care have many causes. Present criticism (which is also being steered by politics) does not really consider that since long term care insurance (“Pflegeversicherung came into effect the criteria for care quality were significantly defined by medical disciplines and that, if at all, the nursing home probably is the most effective and rational form of organisation to control the compliance with those criteria and to enforce them, if necessary. Moreover, geriatric care is obliged to foster existential and practical needs of its clients. The area of conflict of functional and existential demands leads to paradox situations which (enforced by existing framework requirements), being an essential cause of custodial deficiency, can befall any organisation form, nursing homes just as much as flat- and house-sharing communities. The article explains these paradoxa and indicates consequences and perspectives for geriatric care which, on the one hand, is within the tight framework of the disciplines, but on the other hand, by sheer nature, is obliged to meet the demands of the existential and practical needs of its clients.

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Nebenwirkungen von Innovationen auf dem Pflegearbeitsmarkt: Veränderung …

12. Jahrgang
(3) – August 2007
Seite 193-288
ISSN 1430-9653

Nebenwirkungen von Innovationen auf dem Pflegearbeitsmarkt: Veränderung derr Arbeitsmarktchancen von Altenpfleger/innen durch Prozessinnovationen in Krankenhäusern

Larsen, C. (Seite 197-209)

Zusammenfassung:

Eine systemische Perspektive verdeutlicht, dass die Freisetzung von Gesundheits- und Krankenpfleger/innen in Krankenhäusern als eine Nebenfolge der dort stattfindenden Prozessinnovationen nicht nur auf diesen Versorgungsbereich begrenzt bleibt. Vielmehr entfalten sich, durch die Freisetzung ausgelöst und über den Pflegearbeitsmarkt vermittelt, weitere Wirkungen in den Versorgungsbereichen der Altenhilfe. Auf der Basis verschiedener Datenbestände werden Indikatoren für die Abbildung dieser Zusammenhänge identifiziert.

Abstract:

Side Effects of Innovations on the Labour Market: Changing Prospects for Elderly Care Careers due to Hospital Process Innovations
A systemic perspective clearly shows that the impact of discharging nurses in hospitals, as a side effect of locally occurring process innovations, does not remain limited to this care area. These layoffs carry consequences beyond the health care market into the institutions for elderly care. On the basis of various data collections, the indicators for this correlation are identified.

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Professionelles Lehrerhandeln in Gesundheit und Pflege – eine Herausforderung …

12. Jahrgang
(2) – Mai 2007
Seite 97-192
ISSN 1430-9653

Professionelles Lehrerhandeln in Gesundheit und Pflege – eine Herausforderung für Reformprozesse

Hülsken-Giesler, M.; Böhnke, U. (Seite 165-187)

Zusammenfassung:

Die Lehrerbildung für die Berufsfelder Gesundheit und Pflege in Deutschland steht im Zuge des Bologna-Prozesses vor immensen Herausforderungen, die im Kontext äußerst heterogener Rahmenbedingungen zu bewältigen sind. Im vorliegenden Beitrag werden zunächst die spezifischen Rahmenbedingungen der Lehrerbildung in diesen Berufsfeldern beleuchtet, um dann unter inhaltlichen Gesichtspunkten Fragen der Professionalisierung des Lehrerhandelns zu thematisieren. Dies geschieht mit der Absicht, einen kritischen, fachlichen Diskurs anzubahnen um das tatsächliche Potential des Reformprozesses mit Blick auf eine Professionalisierung der Gesundheits- und Pflegelehrerbildung zu entfalten. In diesem Sinne wird schließlich der Vorschlag eingebracht, Hochschulwerkstätten als “institutionellen Ort” der Professionalisierung des Lehrerhandelns zu etablieren, an dem mit Methoden des forschenden Lernens die Entwicklung einer reflexiven Könnerschaft im berufsbiografischen Prozess systematisch befördert werden kann.

Abstract:

In the course of the Bologna process, teacher training for healthcare jobs in Germany faces enormous challenges. This article illuminates the extremely heterogeneous conditions of teacher training and then focuses on issues of its professionalisation. The intention is to initiate a critical discourse in order to harness the real potential of the reform process for teacher training in the healthcare professions. For this reason, it is being suggested to establish university workshops as a place for professionalising the teaching process where the development of reflective skills in the professional biographic process may be systematically promoted using the methods of learning through research.

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Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft zu ausgewähl…

12. Jahrgang
(2) – Mai 2007
Seite 97-192
ISSN 1430-9653

Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft zu ausgewählten Aspekten der Umstrukturierung von pflegebezogenen Studiengängen zu Bachelor-
und Masterstudienangeboten aus pflegewissenschaftlicher Sicht

Stemmer, R.; Dorschner, S. (Seite 160-164)

Zusammenfassung:

 

Abstract:

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Die gesundheitspolitische Bedeutung anwendungsorientierter Pflegeforschung

12. Jahrgang
(2) – Mai 2007
Seite 97-192
ISSN 1430-9653

Die gesundheitspolitische Bedeutung anwendungsorientierter Pflegeforschung

Simon, M. (Seite 150-159)

Zusammenfassung:

Der Beitrag befasst sich mit der bisherigen und zukünftig notwendigen Bedeutung der Pflegeforschung für die deutsche Gesundheitspolitik. Bislang zeigte die deutsche Gesundheitspolitik wenig Interesse an einer entwickelten Pflegeforschung und ihren Ergebnissen. Um die Herausforderungen durch den absehbaren gesellschaftlichen und demographischen Wandel bewältigen zu können, braucht Gesundheitspolitik zukünftig jedoch weit mehr als bisher wissenschaftliche Erkenntnisse für ihre Entscheidungen. Nicht nur Medizin und Pflege sollten evidenzbasiert sein, sondern auch die Gesundheitspolitik. Eine evidenzbasierte Gesundheitspolitik braucht Pflegeforschung um Problemlagen zu erkennen und zu verstehen, Lösungen entwickeln und umsetzen zu können und den Erfolg gesundheitspolitischer Programme zu überprüfen.

Abstract:

This article deals with the previous and future relevance of nursing research for the German health policy. In the past, German health policy makers showed only little interest in nursing research and its findings. Faced to the challenges of the social and demographic changes, health policy makers will have an increasing need of scientific knowledge for decision making. Not only medicine and nursing care should be evidence-based, health policy too. Evidence-based health policy needs nursing research to recognize and understand problems, develop and implement solutions, and evaluate the outcomes of health policy programmes.

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