Aktuelles DGP

Call for Abstracts – 8. DGP Hochschultag

Call for Abstracts: 8. DGP-Hochschultag  – Pflegeforschung im Dialog

10.11.2017, Fachhochschule Bielefeld

Das Motto des diesjährigen Hochschultages stellt den (wissenschaftlichen) Diskurs in den Mittelpunkt. Pflegeforschung als Überbegriff umfasst die klinische Pflegeforschung ebenso wie Pflegemanagementforschung, Pflegesystemforschung, pflegerische Versorgungsforschung oder Pflegebildungsforschung.  Dabei geht es bei dem Motto des 8. DGP-Hochschultages nicht um den einen Dialog, sondern um eine Vielzahl von Dialogen. Dialog findet hier auf verschiedenen Ebenen statt. Inhaltliche Fragestellungen zeigen den ihnen vorausgegangenen Dialog zwischen Praxis und Wissenschaft, indem sie auf den wechselseitigen Austausch zwischen Problemen der Praxis einerseits sowie empirisch erarbeiteten Lösungsoptionen andererseits hinweisen. Methodische und theoretische Diskussionen tragen zu einer Vertiefung der Erkenntnisse der Dialogpartner bei. Die innerdisziplinären Diskurse stärken pflegewissenschaftliche Positionen und bilden die Grundlage für eine interdisziplinäre Bearbeitung der in den Schnittstellenbereichen verschiedener Disziplinen angesiedelter Fragestellungen.

Die Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft möchte mit der Konzeption des DGP-Hochschultages ein Forum bieten, auf dem dieser Dialog gefördert wird. So wird es dem wissenschaftlichen Nachwuchs, dessen Förderung ein wichtiges Anliegen der DGP ist, ermöglicht, erste Erfahrungen bezüglich der Publikation wissenschaftlicher Erkenntnisse zu sammeln. Dialogische Prozesse sind es letztlich auch, die im Rahmen des Hochschultages dazu beitragen, Netzwerkbildung aktiv zu gestalten, indem auch Gespräche und  Gedankenaustausch mit eher informellem Charakter zwischen den Teilnehmer/innen möglich sind.

Der 8. DGP-Hochschultag wird gemeinsam ausgerichtet von der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft (DGP), der Fachhochschule Bielefeld und dem Institut für Bildungs- und Versorgungsforschung im Gesundheitsbereich (InBVG).  An der Fachhochschule Bielefeld werden mehrere pflege- und gesundheitsbezogene Studiengänge auf Bachelor- und Masterebene angeboten. Zur Lehreinheit Pflege und Gesundheit gehört außerdem das Institut für Bildungs- und Versorgungsforschung im Gesundheitsbereich (InBVG).

Die Einreichung von Abstracts für einen Vortrag oder ein Poster ist vom 27.03.2017 bis zum 10.07.2017 möglich. Die anonymisierten Abstracts werden von zwei Personen unabhängig voneinander begutachtet. Kriterien für die Beurteilung der Abstracts finden Sie unter www.dg-pflegewissenschaft.de

 

Flyer des Call for Abstracts

Update zur Patientenedukation- Wie informieren, schulen und beraten Pflegende 2017 in Deutschland?

Publikation jetzt erhältlich

Die Publikation „Beraten, Informieren und Schulen- Ausgewählte Beiträge der Sektionsarbeit“ zeigt einige Schwerpunkte der Sektionsarbeit BIS innerhalb der DGP auf. Die Sektion trifft sich seit 2007 dreimal jährlich und besteht aus 15 Mitgliedern. In der fast 10jährigen Zusammenarbeit wurden verschiedene Themen bearbeitet; vier ausgewählte Schwerpunkte werden nun in der vorliegenden Publikation vertieft: Nadine Sunder und Tanja Segmüller stellen in ihrem Beitrag „Pflegebezogene Patientenedukation in Deutschland“ die wichtigsten Entwicklungen des Feldes aus den vergangenen 25 Jahren vor. Kerstin Dengler beschreibt die Entwicklung einer Angehörigenschulung in der neurologischen Frührehabilitation. Der Beitrag zeigt, welche Entwicklungen sich vollziehen können, wenn eine „Advanced Practice Nurse“ vor Ort arbeitet und welche besondere Qualität die Pflege dort auszeichnen kann. Beurteilungskriterien für den Einsatz von Informationsfilmen in der pflegebezogenen Patientenedukation – diesem Thema widmet sich der Text von Martin Schieron. Filme im Gesundheitsbereich gibt es vieltausendfach und das Medium nimmt an Bedeutung zu. Filme bieten Vorteile gegenüber anderen Formen, sie können Gespräche ergänzen oder vorbereiten. Christa Büker und Nadine Sunder widmen sich in ihrem Beitrag der „Patientenedukation per Mouseclick“. Online-Beratungen nehmen zu, auch im Pflegefeld in Deutschland – dies sollte in der Patientenedukation berücksichtigt und möglichst auch gestaltet werden.

Die Publikation kann über die Geschäftsstelle der DGP zu einem Kostenbeitrag von 7,50€ (incl. MWSt)bezogen werden.

Nachruf Prof. Dr. Karin Wittneben

Mit Karin Wittneben ist am 23.11.2016 eine der Pionierinnen der deutschen Pflegewissenschaft und Pflegedidaktik gestorben. In ihrer 1991 erschienenen Dissertation „Pflegekonzepte in der Weiterbildung zur Pflegelehrkraft“ legte sie den Grundstein einer wissenschaftlich fundierten Pflegedidaktik und leistete damit einen entscheidenden Beitrag für die Professionalisierung der Pflegelehrerausbildung in Deutschland. Den von ihr entwickelten didaktischen Ansatz, den sie in der ersten Auflage ihrer Dissertation zunächst in den Grundzügen skizzierte, entwickelte sie in insgesamt fünf Auflagen bis hin zur „kritisch-konstruktiven Pflegelernfelddidaktik“. Fachwissenschaftliche Basis des Ansatzes bildete das „Modell der multidimensionalen Patientenorientierung“. Neben diesem Schwerpunkt galt ihr Interesse u.a. dem Bereich der historischen Pflegeforschung.

Karin Wittneben, geboren am 18.8.1935 in Kiel, absolvierte ihre Ausbildung zur Krankenschwester im Krankenhaus Hamburg-Rissen. Die Weiterbildung zur Pflegelehrerin schloss sie an der renommierten Schwesternschule der Universität Heidelberg ab. Der mehrjährigen Tätigkeit als Pflegelehrerin in der Aus-, Fort- und Weiterbildung folgte das Studium der Erziehungswissenschaft, Soziologie und Psychologie an der Universität Hannover  und das Studium der Pflegewissenschaft an der Universität Wisconsin-Madison. 1993, mit 58 Jahren, wurde sie zur Professorin für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Didaktik in der beruflichen Fachrichtung Gesundheit an die Universität Hamburg berufen. Nach ihrer Emeritierung im Jahr 2000 begleitete sie das Schulzentrum für Krankenpflegeberufe in Hannover bei der schulinternen Curriculumentwicklung.   

Karin Wittneben war aktives Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft. Sie war an der Vorbereitung der Sektion Hochschullehre beteiligt und dann deren Gründungsmitglied. Im Juni 1996 trafen sich im Rahmen der 10. Mitgliederversammlung des damaligen Deutschen Vereins (DV) Pflegewissenschaft in Marburg Johanna Taubert, Karin Wittneben, Marianna Arndt und Sabine Bartholomeyczik als “AG zur Vorbereitung einer Sektion “Hochschullehre Pflegewissenschaft”. Gegründet wurde die Sektion auf der Mitgliederversammlung des DV Pflegewissenschaft am 12.07.1996, eine 1. Arbeitssitzung fand am 08.01.1997 in Frankfurt/Main statt. Das Interesse war sehr groß, es wurden drei Arbeitsgruppen gegründet, die Gruppe “Wissenschaftstheorie”, wählte Karin Wittneben zu ihrer Sprecherin.

Karin Wittneben gehörte zu den Pionierinnen der Pflegewissenschaft in Deutschland. Sie hielt es für unerlässlich, den Dingen auf den Grund zu gehen. Jenen Argumenten, die auf schnelle Antworten abzielten, traute sie nicht. Eingefahrene Wege waren ihr suspekt. Mit Mut und Selbstbewusstsein entwickelte sie neue, multidimensionale Perspektiven auf das Feld der Pflege. Das Bewusstsein um das Spannungsfeld von Patientenorientierung und Patientenignorierung ist seitdem zum Bestandteil des pflegerischen Selbstverständnisses geworden und trägt implizit oder explizit dazu bei, dass Karin Wittneben über ihren Tod hinaus in der deutschsprachigen Pflege präsent sein wird.

Ingrid Darmann, Universität Bremen und Renate Stemmer, DG Pflegewissenschaft

COST Aktion „Rationing – Missed Nursing care: An international and multidimensional problem“

Prof. Dr. Renate Stemmer, Vorsitzende der DGP, vom BMBF als Vertreterin von Deutschland in die Steuerungsgruppe der COST Aktion „Rationing – Missed Nursing care: An international and multidimensional problem“ berufen.

Weitere Informationen

Schließung der ZB MED in Köln

Antwort der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz auf den offenen Appell der DGP auf die Einstellung der Finanzierung der ZB MED zu verzichten

Bund und Länder prüfen turnusmäßig, ob die von ihnen als Leibniz-Einrichtungen gemeinsam finanziell getragenen Forschungs- und Infrastruktureinrichtungen weiterhin die Voraussetzungen für die gemeinsame Förderung erfüllen; die Voraussetzungen sind in der der Förderung zugrundeliegenden Verwaltungsvereinbarung des Bundes und der Länder bestimmt. Dieser Überprüfung legen sie unter anderem das Ergebnis der unabhängigen wissenschaftlichen Evaluation der einzelnen Einrichtungen durch den Senat der Leibniz-Gemeinschaft (WGL) zugrunde. Stellen Bund und Länder fest, dass die Voraussetzungen für die Förderung als Leibniz-Einrichtung nicht mehr gegeben sind, kann die Förderung auf dieser Grundlage nicht fortgesetzt werden.
Eine Schließung der ZB MED ist mit der Beendigung der gemeinsamen Förderung von Bund und Ländern nicht unmittelbar verbunden. Die GWK hat es daher begrüßt, dass das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen als federführendes Sitzland der ZB MED und das Bundesgesundheitsministerium gemeinsam anstreben, den Transformationsprozess der ZB MED so zu gestalten, dass die Wiederaufnahme der ZB MED in die WGL nach erfolgreicher Begutachtung unter Einhaltung der bestehenden Verfahrensregeln beantragt werden kann, damit die überregionale Informationsversorgung im Bereich der Lebenswissenschaften mit einem modernen bundesweiten Fachinformationszentrum als wichtige gemeinsame Aufgabe sichergestellt wird.

IQTIG-Vorbericht “Planungsrelevanter Qualitätsindikatoren” – DNVF nimmt Stellung und fordert grundlegende Revision

Mit dem Krankenhausstrukturgesetz wurden die Voraussetzungen für einen bundeseinheitlichen Einstieg in eine qualitätsorientierte Krankenhausplanung geschaffen (§ 136c Abs. 1 und 2 SGB V). Der G-BA hat dem IQTIG im März 2016 den Auftrag erteilt, Qualitätsindikatoren auszuwählen, die für qualitätsorientierte Entscheidungen der Krankenhausplanung geeignet sind. Das IQTIG hat am 18. Juli einen Vorbericht zur Auswahl und Umsetzung planungsrelevanter Qualitätsindikatoren erstellt, und das DNVF, das laut §137a Abs. 7 in das Stellungnahmeverfahren zu den IQTIG-Berichten eingebunden ist, zur Stellungnahme eingeladen. Die DGP als Mitglied des DNVF war in der ad-hoc-Kommission an der Ausarbeitung der Stellungnahme beteiligt. In der Stellungnahme vom 30. Juli 2016 fordert das DNVF eine grundlegende Revision.

Zur Pressemitteilung des DNVF vom 01.08.2016

Zur Stellungnahme des DNVF vom 30.07.2016

Hochschulische Pflegeausbildung – Sektion in Gründung

Unter dem Arbeitsschwerpunkt Lehre und Bildung in der DGP bereitet eine Arbeitsgruppe derzeit die Gründung einer neuen Sektion “Hochschulische Pflegeausbildung” vor. Zielsetzungen für die Sektionsarbeit sind:

  • Weiterentwicklung der Hochschulischen Pflegeausbildung
  • Netzwerkarbeit innerhalb der Hochschulen und Studiengänge
  • Inhaltlich-curriculare Arbeit, bspw. Mitgestaltung eines Rahmencurriculums für die Hochschulische Pflegeausbildung
  • Erkenntnisgewinnung zu spezifischen Anforderungen, Herausforderungen und Bedarfen der Hochschulischen Pflegeausbildung
  • Beratung hinsichtlich der Handlungs- und Verantwortungsbereiche der Absolventinnen und Absolventen
  • Interessenvertretung / politische Arbeit

Derzeit arbeiten rund 15 Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Hochschulen aus Berlin, Hamburg, Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen zusammen. Eine kontinuierliche gemeinsame Arbeit wird über regelmäßige Treffen (1-2tägig, 3x jährlich) realisiert. Der Antrag auf Sektionsgründung ist in Vorbereitung und wird vom Vorstand der DGP befürwortet.

Interessierte DGP-Mitglieder, die sich eine verbindliche Mitarbeit vorstellen können, wenden sich gerne mit ihrer Anfrage an folgende Kontaktpersonen:

Prof. Dr. Annerose Bohrer, Ev. Hochschule Berlin: bohrer@eh-berlin.de

Prof. Dr. Klaus Müller, Frankfurt University of Applied Sciences:  mueller.klaus@fb4.fra-uas.de

Dokumentation zur Tagung „Die Zukunft der Gesundheitsversorgung – der Beitrag akademisierter Pflegender“

Unter dem Titel: „Die Zukunft der Gesundheitsversorgung – der Beitrag akademisierter Pflegender“ fand am 05.11.2015 eine gemeinsame Fachtagung der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft (DGP) und der Dekanekonferenz Pflegewissenschaft zur Relevanz hochschulischer Pflegebildung für die klinische Versorgung statt. Über die von der Robert Bosch Stiftung geförderten Tagung wurde bereits in Pflege & Gesellschaft Heft 1/2016 berichtet. Nun liegt eine ausführliche Tagungsdokumentation vor. Diese ist als Download auf der Homepage der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft (DGP) zugänglich oder in gedruckter Form über die Geschäftsstelle kostenfrei zu bestellen.

Prof. Dr. Renate Stemmer
Vorstandsvorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft (DGP)

DGP appelliert an die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz, auf die Einstellung der Finanzierung der ZB Med zu verzichten.

Die am 17. März 2016 veröffentlichte Empfehlung des Senats der Leibniz-Gemeinschaft zur Beendigung der Bund Länder Förderung der renommierten ZB MED hat die Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft (DGP) e. V. außerordentlich verwundert. Diese Empfehlung, so der Vorstand der DGP, wirkt dem andernorts forcierten Aufbau der Pflegewissenschaft als Fachdisziplin diametral entgegen. Die ZB MED verfügt über einen pflegewissenschaftlichen Zeitschriftenbestand, der bundesweit einmalig ist. Die durch die ZB MED bislang sichergestellte Versorgung mit Literaturerzeugnissen auch für den pflegewissenschaftlichen Bereich, ist mit der geplanten Schließung in Frage gestellt und ein adäquater Ersatz ist nicht sichtbar. Durch den Wegfall würde die pflegewissenschaftliche Arbeit und Forschung nachhaltig beeinträchtigt. Gerade angesichts des anstehenden Aufbaus der pflegewissenschaftlichen Disziplin einerseits und der Evidenzbasierung pflegerischen Handelns andererseits ist der zuverlässige und bezahlbare Zugang zu einschlägigen Wissensbeständen unverzichtbar.  Eine umfassende Stellungnahme der Arbeitsgemeinschaft für Medizinisches Bibliothekswesen (AGMB), die inhaltlich vom Vorstand der DGP geteilt wird, weist die entstehende Problematik differenziert aus bibliothekarischer Perspektive aus.  Die Stellungnahme kann auf der Homepage der AGMB unter www.agmb.de eingesehen werden.

Vor diesem Hintergrund appelliert die Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft (DGP) eindringlich an die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz, auf die Einstellung der Förderung der ZB Med zu verzichten.

Hintergrund: Der Senat der Leibniz-Gemeinschaft – ein Zusammenschluss deutscher Forschungsinstitute unterschiedlicher Fachrichtungen – hatte im März 2016 Bund und Ländern empfohlen, die gemeinsame Förderung der ZB Med zu beenden. Begründet wurde die Entscheidung damit, dass insbesondere ein überzeugendes Forschungskonzept zur Weiterentwicklung von digitalen Angeboten fehle. Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz wird voraussichtlich im Mai oder Juni 2016 über die weitere Finanzierung der Bibliothek entscheiden.

Der Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft

6. DGP Fachtagung – 17. März 2017, Universität Witten/Herdecke

Am 17.03.2017 wird die nächste Fachtagung der DGP an der Universität Witten/Herdecke stattfinden, dieses Mal ausgerichtet von der Sektion „Pflege des kritisch kranken Menschen“.  Vor dem Hintergrund gesellschaftlicher und demografischer Veränderungen gewinnt die Intensivpflege als spezielles Handlungsfeld der Pflege zunehmend an Bedeutung. Die damit verbundenen Herausforderungen sowie auch der medizinische-technische Fortschritt erfordern die Einnahme unterschiedlicher Perspektiven: neben dem Fokus auf die Weiterentwicklung einer evidenzbasierten Versorgung kritisch kranker Menschen und deren Angehöriger, richtet sich der Blick ebenso vermehrt auf die Kompetenzen und (begrenzten) Ressourcen der Intensivpflegenden. Dabei gilt es zudem, die sich rasant wandelnden Rahmenbedingungen der Intensivpflege zu berücksichtigen und kritisch zu hinterfragen. Eine der zentralen Herausforderungen in diesem Setting besteht darin, die Kompetenzen der Pflegenden mit den Bedürfnissen der zu Pflegenden in Einklang zu bringen. Die Sektion „Pflege des kritisch kranken Menschen“ möchte im Rahmen des sechsten Fachtags der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft allen Interessierten ein Forum zum Austausch, zur kritischen Reflexion und zur Generierung neuer Impulse in dem vielschichtigen Handlungsfeld der Intensivpflege bieten.

Dr. Irmela Gnass

Sprecherin der Sektion „Pflege des kritisch kranken Menschen“

Kurzstatement zur Generalistik der Pflegeausbildung

Die Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft begrüßt die Integration der historisch gewachsenen Traditionen von Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege sowie Gesundheits- und Kinderkrankenpflege und wird diesen Prozess durch pflegewissenschaftliche Expertise mit Blick auf Fragen der inhaltlich-curricularen Ausgestaltung der neuen Bildungsgänge, der strukturellen Weiterentwicklung im Pflegewesen sowie der Evaluation unter Gesichtspunkten international etablierter Pflegeexpertise unterstützen.

Es ist dringend notwendig, auf curricularer Ebene zu klären, wie das eher sozialpflegerische Paradigma der Altenpflege mit dem z.T. krankheitsorientierten Verständnis der Kranken- und Kinderkrankenpflege vereinbar ist, um die laufende Diskussion um die „Generalistik“ zu versachlichen. Darüber hinaus müssen Vorschläge entwickelt werden, wie im Rahmen der pflegerischen Weiterbildung sowie der hochschulischen Qualifikation die unterschiedlichen Anforderungen der jeweiligen Tätigkeitsfelder sichergestellt werden können.

Duisburg, 29.02.2016
Der Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft

Weitere Statements und Informationen zur Generalistik finden Sie auf der Seite Generalistik jetzt! von Staatssekretär Karl-Josef Laumann, dem Beauftragen der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten sowie Bevollmächtigter für Pflege

Ohne Differenzierung keine Innovation

Stellungnahme des Vorstandes der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft (DGP) zum vorliegenden Referentenentwurf zur Reform der Pflegeberufe

Stellungnahme als pdf

Pressemitteilung zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur Reform der Pflegeberufe

Am Freitag, 27.11.2015, wurde von den Bundesministern Schwesig und Gröhe der Referentenentwurf eines Gesetzes zur Reform der Pflegeberufe vorgestellt. Mit beigefügter Pressemitteilung bezieht die Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft Stellung dazu.

Zur Pressemitteilung

Bundesverdienstkreuz für langjährige Vorsitzende der DGP

Prof. Dr. Sabine Bartholomeyczik geehrt

Bundespräsident Joachim Gauck hat Prof. Dr. Sabine Bartholomeyczik, langjährige Vorsitzende der DGP, das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Die Wissenschaftlerin hatte sich durch ihre Forschungsarbeit im Bereich Pflege verdient gemacht und mit ihrem Engagement die Sichtweise auf berufliche Pflege in Deutschland nachhaltig verändert. Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner überreichte die Urkunde und die Ordensinsignien am 11. Mai 2015.

„Mit ihrem Wirken hat Prof. Dr. Sabine Bartholomeyczik großen Einfluss auf die Gestaltungspflegerische Versorgung der Bevölkerung ausgeübt und die Forschung in diesem Bereich deutlich vorangebracht“, betonte Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner. „Ihr kommen erhebliche Verdienste bei der Etablierung von Studienprogrammen in der Pflege und der Pflegewissenschaft zu. Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels ist dieses außerordentliche Engagement von größter Bedeutung für unsere Gesellschaft.“ (www.heidelberg.de)

1993 wurde sie zur Professorin für Pflegewissenschaft an der Fachhochschule Frankfurt am Main berufen und war dort maßgeblich am Aufbau des ersten grundständigen, hochschulisch qualifizierenden Pflegestudiengangs beteiligt. Seit 2009 war sie Lehrstuhlinhaberin für Epidemiologie-Pflegewissenschaft am Institut für Pflegewissenschaft an der Medizinischen Fakultät der Universität Witten/Herdecke und von 2009 bis 2013 Standortsprecherin am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in Witten.

Neben Ihrer beruflichen Tätigkeit widmet sich Prof. Dr. Sabine Bartholomeyczik zahlreichen berufs- und pflegewissenschaftlichen sowie gesundheitspolitischen Aufgaben. Von 1999 – 2009 war Sie Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft (DGP); heute ist sie Vorsitzende des Ethikkomitees der DGP. Sie ist Mitglied des Lenkungsausschusses im Deutschen Netzwerk für Qualitätsentwicklung und Pflege. Politisch hat sich Prof. Dr. Bartholomeyczik vor allem als Mitglied in der Sachverständigenkommission für den Vierten Altenbericht der Bundesregierung (2000 bis 2002), als Mitglied der Enquetekommission NRW zur Zukunft der Pflege (2002 bis 2005) und als Sachverständige beim Bundesministerium für Gesundheit engagiert.

Der Vorstand der DGP beglückwünscht Sabine Bartholomeyczik zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes.

Promotionsstipendium

Das Institut für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung Stuttgart schreibt ein Promotionsstipendium zur Stärkung seines Forschungsbereichs Sozialgeschichte der Pflege aus. Es soll die Rolle der Männer in der Pflege im Zeitraum vom Ende des 19. Jahrhunderts bis ca. 1970 im deutschsprachigen Kulturraum untersucht werden.

Weitere Informationen finden Sie hier.